Golf spielen ist eine höchstwahrscheinlich in Schottland entstandene Sportart, die Erholung und Entspannung als Ausgleich zum Alltag bietet. Lange Zeit galt das Golfen als elitär und der Beitritt in einen Golfclub war durch hohe Beitrittsbarrieren beschränkt. Nur gut verdienenden, privilegierten Menschen war das Golfen in diesen Zeiten vergönnt. Denn die Unterhaltung einer Golfanlage ist nicht durch niedrige Mitgliedschaften finanzierbar. Ein Greenkeeper sowie Spezialmaschinen sind – wie der Golfplatz auch – meist im Besitzt von einem Golfclub, der je nach Platzqualität 300.000 bis 900.000 Euro jährlich für die Pflege des Platzes zahlt. Da man in der heutigen Zeit Sportgeräte und Golfbälle günstig in zahlreichen Golfshops erhält, wird das Golfen immer mehr zum Volkssport und eine Mitgliedschaft in einem Golfclub ist keine Seltenheit mehr.

Abschlag beim Golf
Acuh der Abschlag sollte geübt sein. © Aspheric – Istockphoto.com

Die Platzreife im Golfclub

Wer in einem Golfclub professionell golfen möchte, muss zuvor die Platzreife bzw. Platzerlaubnis (PE) erlangen. Diese Platzreifeprüfung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Nur mit bestandener Prüfung kann man auf Deutschlands Golfplätzen den Schläger schwingen. Denn Golf ist keine simple Sportart, sondern erfordert Kenntnisse der Etikette auf dem Golfplatz bzw. im Golfclub. Unverzichtbar ist des Weiteren das Wissen über die Spielregeln und eine gewisse Spielstärke, um sich und andere nicht auf dem Golfplatz zu gefährden oder zu behindern. Eben diese Elemente beinhaltet die theoretische Platzreifeprüfung: Etikette und Golfregeln. Absolviert man die Prüfung bei einem Golfclub werden hier auch so genannte Regelabende veranstaltet, in denen die wichtigsten und kniffligsten Fragestellungen besprochen werden. Die schriftliche Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen und als Hilsmittel ist das Regelbuch erlaubt.

Der praktische Teil

Im praktischen Teil erlernt der Prüfling die Grundschläge, Schlagtechnik und die richtige Haltung bzw. Bewegung beim Golfen. Ein Golfclub bietet dafür meistens Einzel- oder Gruppenunterricht an. Die praktische Prüfung besteht in vielen Fällen aus dem Spielen von 6 oder 9 Löchern. Der Golflehrer gibt dabei eine Vorgabe von 2 Schlägen pro Loch und der Geprüfte muss eine bestimmte Anzahl Stablefordpunkte erreichen. Etikette und Golfregeln dürfen natürlich auch hier nicht unbeachtet bleiben, sonst fällt man durch die Prüfung. Bei durchschnittlichem Talent und 2 bis 3 Übungsstunden in der Woche erhält man die Platzreife bereits nach 2 bis 3 Monaten. Bei Bestehen des Praxis- und Theorieteils erhält man automatisch eine Clubvorgabe (Handicap) von -54 und kann sofort im Golfclub anfangen.

Golf Plätze Leipzig

Auch in Leipzig kann man seine Platzreife bzw. Platzerlaubnis in einem Golfclub erlangen. Einen Golfpark gibt es zum Beispiel im Leipziger Schloss Machern oder im Golfclub Leipzig-Seehausen. Das zu entrichtende Entgeld an den Golfclub – also die Greenfee – liegt bei einer Zehnerkarte auf einem 18-loch Meisterschaftsplaz bei etwa 350€ und bei einem 6-loch Kurzplatz bei etwa 120€, beides ohne Ermäßigung. Eine Jahresgreenfee an allen Tagen der Woche beträgt bei Vollmitgliedern eines dem DGV angehörigen Vereins um die 800 € und für sonstige Mitglieder eines Golfvereins um die 900-1000 €.

Professionelles Golfen im Golfclub

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